Konzepte

Die ersten 5 Lebensjahre sind von großer Bedeutung für die Entwicklung des Kindes. In dieser Zeit entstehen die Basiskompetenzen, wie soziale und sprachliche Kompetenz, Kreativität und Musikalität, die das Kind einerseits hat und andererseits auch gefördert werden können. Hier werden die Grundlagen für ein „lebenslanges Lernen“ in der frühkindlichen Bildung gelegt. Die soziale Einstellung, die Lernbereitschaft und die Entwicklung der gesamten Persönlichkeit hängen von den ersten Erfahrungen des Kindes ab. Unsere Kinderkrippe bietet somit eine wesentliche Ergänzung zur Erziehung in der Familie.

 

Gruppendynamik

Wir sind eine 2 gruppige Kindertagesstätte:

 

Gruppe Wichtel 3 Monate bis 2 Jahre,

Gruppe Kobold 2 Jahre bis Kindergarteneintritt.

Neben den vielfältigen Aktivitäten in den Gruppen werden auch Rückzugsmöglichkeiten angeboten. Jedes Kind bekommt ausreichend Möglichkeit, sich in die Kuschelecken zurückzuziehen, auszuruhen und Kraft zu tanken. So macht es wieder Spaß, mit den Anderen zu spielen, zu toben und an den Verhaltensweisen eigene Gefühle zu erkennen.

Unsere Aufgabe in der Gruppe besteht auch darin, die Kinder zu beobachten, um sie gemäß ihres Entwicklungsstandes fördern zu können. Dies wird jeweils im Alter von 6/9/12/18/24/36/48 Monaten von der Gruppenleiterin dokumentiert.

Wenn nötig, helfen wir den Kindern bei Entscheidungsprozessen und Konfliktsituationen. Wir greifen Erfahrungen der Kinder aus dem Alltag auf und versuchen diese mit speziellen Angeboten und Einzelaktivitäten aufzuarbeiten und zu bewältigen. Während des ganzen Tagesablaufes wird das Kind mittels seiner Fähigkeiten motiviert, um Interessen und Gefühle altersgemäß zu entfalten.

Rituale geben den Kindern Sicherheit, die sie stärken und die Fähigkeit sich zu entfalten. Als festes Ritual sitzt die Gruppe täglich im Morgenkreis zusammen. Wichtig ist uns hier das Mit- und Füreinander. Die Kinder können ihre Gedanken, Sorgen, Nöte oder Ideen der Gruppe mitteilen. Der Kreis bedeutet etwas „Ganzes“ zu erleben, jedes Kind kann Anfang oder Ende sein, Gemeinsamkeit wird geprägt. Der Morgenkreis wird von der Erzieherin gelenkt und geleitet.

Verschiedene Rituale der Gruppe fließen hier ein, die auch durch die Kinder geprägt werden, wie z.B. ein Anfangs- oder Abschlusslied. Es wird Aktuelles aufgegriffen und Raum für die Bedürfnisse und Wünsche der Kinder gegeben, die sie der Gruppe mitteilen möchten.

 

Die Räumlichkeiten

Der Raum ist unser „dritter Erzieher“, denn unsere warmherzige Raumatmosphäre und kindgerechte Gestaltung der Räume tragen wesentlich zum Wohlfühlen der Kinder bei. Die räumliche Ausstattung und Ausgestaltung unserer Krippe orientiert sich an den Bedürfnissen der uns anvertrauten Kinder. Gemeinsames Spielen ist ebenso möglich wie vorübergehender Rückzug. Das Bedürfnis nach aktiver körperlicher Bewegung ist ebenso erfüllbar wie der Wunsch des Kindes nach Kontaktaufnahme zur Erzieherin und einem Spiel und Dialog mit ihr. Wir bieten entwicklungsgerechte Einrichtungsgegenstände und Spielmaterialien an und geben genügend Freiraum zum Kriechen, Laufen, Hüpfen und Ähnlichem.

So sind die Laufwege frei und ohne Hindernisse. Klare Raumstrukturen unterstützen die Orientierung des Kindes im Raum. Wir haben unsere Gruppenräume so gegliedert, dass bestimmte Spiele in den dafür vorgesehenen Bereichen ermöglicht werden und die Spielutensilien dort erreichbar sind.

 

Tagesstruktur

Wir haben den zeitlichen Rahmen für die Tagesgestaltung so gewählt, dass wir den individuellen Bedürfnissen des Kindes nach Aktivität und Ruhe, nach Anspannung und Entspannung und nach Nahrungsaufnahme nachkommen können. Es ist entscheidend für das Wohlbefinden des Kindes, dass dieser Zeitrahmen täglich eingehalten wird, weil stabile, vorhersehbare und überschaubare Zeitabläufe unseren Kindern die notwendige Sicherheit geben. Dabei haben wir ausreichend Zeit und Gelegenheiten für das Spielen der Kinder im Raum oder im Freien, für individuelle oder gemeinsame Tätigkeiten berücksichtigt.

 

Wichtig für einen gelungenen Tag sind uns:

  • Lieder zu bestimmten Anlässen (z. Bsp. Begrüßungslied, Tischlied vor den Mahlzeiten, Geburtstagslied)
  • Gemeinsame Mahlzeiten (Frühstück, Mittagessen, Nachmittagssnack)
  • Körperpflege (Windeln wechseln, Hände waschen vor den Mahlzeiten, Zähneputzen nach den Mahlzeiten)
  • Lernen einander nichts wegzunehmen
  • Lernen einander nicht weh zu tun
  • Versuchen sich gegenseitig zu helfen
  • Gemeinsam zu essen (gemeinsam anzufangen und zu warten bis alle fertig sind)

 

Förderung:

SPRACHE

Kinder kommen auf die Welt mit einer angeborenen Vorliebe für sprachliche Laute. So ist das Erlernen des Sprechens und der Entwicklung der Sprache täglicher Bestandteil der pädagogischen Arbeit. Dazu gehören das Benennen von Dingen und Situationen im Alltag, das Sprechen und Nachsprechen von Lauten, Wörtern und Sätzen. Über die Sprache werden Zusammenhänge erfasst und Beziehungen hergestellt. Durch den Morgenkreis, beim Betrachten von Bilderbüchern mit den Erzieherinnen, beim Singen und bei der Kommunikation der Kinder untereinander wird die Sprachentwicklung der Kinder durch die Erzieherinnen beobachtet und gefördert. Das Einüben von einfachen und kurzen Satzstrukturen, wie auch das kindliche Begreifen der Sprache über Bilder und Materialien stehen dabei im Vordergrund.

 

BEWEGUNG

Die Entwicklung der Grob- und Feinmotorik wird im Gruppenraum vor allem auch draußen mit Spiel- und Bewegungsangeboten für alle Altersgruppen gefördert und von den Erzieherinnen durch Impulse unterstütz und beobachtet. Neben den spontanen Bewegungsabläufen werden gezielte Bewegungen durch Balancieren oder Schaukeln auf vielfältige Weise erprobt und trainiert.

 

KREATIVITÄT

Den Kindern werden bei den kleinen RiESEN verschiedene Materialien und altersgemäße Bastelaktionen angeboten. Wir verfügen über ein separiertes Bastelatelier, welches von den Kindern selbständig genutzt werden kann.

In die selbstständige Arbeit der Kinder wird keinesfalls eingegriffen, diese wird anerkannt und eventuell variiert. Da kann ein Elefant schon einmal rosa Flügel bekommen und ein Kirschbaum zum Weihnachtsbaum werden.

 

MUSIKALISCHE FRÜHERZIEHUNG

Die Erzieherinnen gehen mit einfachen Musikinstrumenten wie, Rasseln und Trommeln auf die Kinder zu und singen täglich mit ihnen Lieder, meist passend zur Jahreszeit. Rhythmus, Melodie und Klang stehen im Mittelpunkt der ganzheitlichen Erziehung.

 

PROJEKTARBEIT FÜR DIE KINDER UND ENGAGEMENT DER ELTERN

Bestimmte Themen werden im Rahmen von Projekten intensiv behandelt.

Die Kinder der Kinderkrippe erwerben Wissen zu Themen in ganz unterschiedlichen Bereichen, wie z. B. zum Thema „Wasser“ oder zu Themen wie „Zirkus“, „Zoo“ oder das „Sommerfest“. Die Projektthemen werden anhand von Büchern, Besuchen vor Ort und Bastel- und Malaktionen behandelt.

Die Eltern haben gleichfalls einen großen Anteil an der Verwirklichung von Projekten und sind dazu aufgerufen sich gemäß ihrer Fähigkeiten und Möglichkeiten entsprechend zu engagieren.

Feste, Ausflüge und Aktionen werden im Rahmen von Projekten geplant und realisiert. Sie fördern Spaß, Freude, Gemeinschaft, soziales Verhalten und Tradition.

 

SOZIALEN KOMPETENZEN

 

Selbstbewusstsein

Unsere Kinder dürfen Erfahrungen selbst machen,

um dadurch in ihrer Person selbstbewusst und stark zu werden.

 

Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit

Lernen miteinander Kontakt aufzunehmen, zu spielen und zu teilen.

 

Konfliktfähigkeit

Konflikte erleben und austragen lernen.

 

Toleranz

„Ich bin ich, du bist du und wir alle sind eine Gruppe“.

 

Selbstständigkeit

Lernen sich selbst zu beschäftigen und kleine Aufträge allein auszuführen, z .Bsp.

gemeinsames Aufräumen, mithelfen beim Zvieri zubereiten, selbständiges Ankleiden, Hygienerituale eigenständig durchführen.

 

Gruppendynamik

Lernen miteinander zu spielen, zu singen, zu essen etc. Der tägliche Morgenkreis hat hier eine große Bedeutung.